AKTUELLES

Gesundheitstage 2017

Patienten­forum auf dem Kaiser-Otto-Platz

Am 27. und 28 Mai nahmen zahl­reiche Interes­sierte die Mög­lichkeit wahr, sich im Rah­men der 14. Stee­ler Gesund­heits­tage zu info­rmieren. „Gesund­heit durch Bewe­gung“ verkün­deten die Sticker auf den Wind­rädern, die die Mit­arbei­ter von „die praxis“ an die Besu­cher des Stan­des verteilten. In ent­spannter Atmos­phäre stellten Steelen­ser Fragen zu gesund­heit­lichen An­liegen, nutzten das An­gebot der Energie­massage, um sich mit neuer Kraft „auf­zuladen“, und trai­nierten Gleich­gewicht und Stabi­lität auf Balance Trainer und Pezzi­ball.

Auch die Gesprächs­runden im Forums­zelt auf dem Kaiser-Otto-Platz waren gut besucht. Dort inter­viewte Winfried Book von der AG „Essen forscht und heilt“ am Sonn­tag André Possél und Dr. Arnd-Helge Lukas. Das letzte Thema des Patienten­forums bezog sich auf „Rücken­schmer­zen – Wirbel­säulen­proble­me und Sport­verlet­zungen“  und stieß bei vielen auf großes Inte­resse.

Interessierte Besucher erhielten am Stand von „die praxis“ Informationen, Bewegungs- und Entspannungs-Angebote.
Interessierte Besucher erhielten am Stand von „die praxis“ Informationen, Bewegungs- und Entspannungs-Angebote.
Die Plätze für die Energiemassage waren wie jedes Jahr gut belegt.
Die Plätze für die Energiemassage waren wie jedes Jahr gut belegt.
Dr. Arnd-Helge Lukas (m.) und André Possél (r.) im Gespräch mit Moderator Winfried Book (l.).
Dr. Arnd-Helge Lukas (m.) und André Possél (r.) im Gespräch mit Moderator Winfried Book (l.).

3. Experten-Vortrag

Über 100 Füße fanden den Weg in „die praxis“

Am 17. Mai vermit­telte Physio­thera­peutin und Manual­thera­peutin Kirsten Mihsler Wissen rund um das Thema Füße. Kom­petent und enga­giert gab sie zuerst Ein­blicke in den ana­tomischen Aufbau und die Funktions­weisen des gesunden mensch­lichen Fußes. Im An­schluss daran stellte sie ver­schiedene Fehl­stel­lungen und Krank­heiten sowie Verlet­zungen vor, die die Füße betref­fen können. Beson­deres Augen­merk galt den Behand­lungs­mög­lich­keiten und Hin­weise zur Präven­tion.

Kirsten Mihslers Rat: „Bleiben Sie in Bewegung!“. Sie em­pfiehlt gesun­des Schuh­werk, Gehen auf Socken und Bar­fuß­laufen im Wechsel als Wohl­tat für die Füße. Ob Wan­dern, Schwim­men, Wechsel­bäder, Fuß­pflege oder ein Aus­flug zu einem Bar­fuß­parcour – sie nennt viele Mög­lich­keiten, den Füßen etwas Gu­tes zu tun. André Possél, In­haber von „die praxis“, beton­te die Eigen­veran­twor­tung von Patien­ten. Zum einen gehe es darum, die Füße selbst zu trai­nieren, zum an­deren auch darum, im Ge­spräch mit einem Arzt Diag­nose und Ver­lauf zu be­sprechen.

In einem „prak­tischen Teil“ war das Pub­likum einge­laden, zum Klang des Ra­detzky-Mar­sches an einem 5-Minu­ten-Übungs­pro­gramm teil­zunehmen: Strecken, Sprei­zen, Ver­kürzen, Lösen… Die Anwe­senden nahmen die Ein­ladung gut gelaunt an und es wurde deutlich, dass Bewe­gung in Gemein­schaft ein­fach Spaß macht und gut tut.

Trotz sommer­lichen Wet­ters war der Raum bis auf den letzten Platz gefüllt. Das The­ma „Was kann ich für meine Füße tun?“ beschäf­tigt dem­zufolge sehr viele Menschen. Für die Zu­hörer gab es wäh­rend des Vor­trags Gelegen­heit Fragen zu stellen. Im An­schluss an die Veran­staltung nutzten noch viele Interes­sierte die Möglich­keit, von Kirsten Mihsler und André Possél weiter­führende Infor­mationen zu er­halten.

Physiotherapeutin und Manualtherapeutin Kirsten Mihsler und André Possél, Inhaber von „die praxis“, informieren zum Thema „Gesunde Füße – da steh ich drauf!“.

Gesunde Füße - da geht was!

‚die praxis‘ lädt herzlich ein zum Vortrag

am Mittwoch, 17. Mai 2017
von 17:30 – 18:30 Uhr

Kaiser-Otto-Platz 19
45276 Essen-Steele
Seminarraum in der 1. Etage
Aufzug vorhanden!

Eintritt frei.

Physio­thera­peutin Kirsten Mihsler infor­miert über das „Wunder­werk Fuß“. Er­fahren Sie, was Sie für die Flexi­bilität und Sta­bilität Ihrer Füße tun kön­nen und wel­che Rolle die Körper­koor­dina­tion dabei spielt.

Thema des Monats

Gesunde Füße – da geht was! – Teil 2
Kirsten Mihsler, Physiotherapeutin in ,die praxis´
Kirsten Mihsler, Physiotherapeutin in ,die praxis´

Was können Sie für Ihre Füße tun?

Im Durch­schnitt um­rundet jeder Mensch im Lau­fe des Le­bens die Erde drei bis vier Mal zu Fuß. Grund genug, sich mit dem kom­plexen Aufbau und den Funk­tionen der Füße aus­einander­zusetzen. Vielleicht über­raschend: Mit jeweils 26 Knochen machen unsere Füße 25% der Knochen im mensch­lichen Körper aus. 33 Gelenke pro Fuß sorgen dafür, dass Bewe­gung statt­finden kann. Bei vielen Men­schen kommt es im Lauf des Lebens zu Fehl­stellungen der Füße: Spreiz-, Senk-, Platt-, Knick-, Spitz-, Hohl- und Lotus­fuß können Schmer­zen verursachen und die Freude an Bewegung trüben. Zudem können Frak­turen sowie Bänder- und Sehnen­verlet­zungen ein spezielles Trainings­pro­gramm erfor­dern. Kirsten Mihsler, Physio­thera­peutin in „die praxis“, infor­miert in ihrem Vortrag „Gesun­de Füße – da geht was!“ rund um den mensch­lichen Fuß. Sie vermit­telt, wie sich die Fuß- und Bein­musku­latur gezielt kräf­tigen und dehnen lässt, um Gleich­gewichts­sinn und Koor­dinations­fähig­keit zu erhalten bzw. zu verbes­sern.

Die Physio- und Manual­thera­peutin gibt zudem Tipps, wie sich vor­handene Be­schwer­den lindern lassen. Wenn Sie mehr über die Wirkung von Manu­eller Thera­pie, Lymph­drainage und Fuß­reflex­zonen-Thera­pie er­fahren möchten, besuchen Sie folgende Veran­staltung:

„Gesun­de Füße – da geht was!“, am Mittwoch, 17. Mai 2017, 17.30 – 18.30 Uhr, die praxis, Kaiser-Otto-Platz 19,45276 Essen-Steele, Seminar­raum in der 1. Etage (Aufzug vor­handen!).

Gesunde Füße – da geht was! – Teil 1

Kennen Sie Ihre Füße?
Wissen Sie, was ihnen gut tut?

Die meisten Men­schen beschäf­tigen sich erst mit ihren Füßen, wenn sie nicht mehr so „funktio­nieren“ wie sie sollen bzw. Be­einträchti­gungen und Schmer­zen auftreten. Und bis das der Fall ist, muss schon einiges pas­sieren. Denn der mensch­liche Fuß ist ein echtes Wunder­werk: Er besteht aus 26 Knochen, verfügt über die „Zug­festigkeit“ von Eichen­holz und ist „druckfest“ wie Metall! 75.000 Nerven­endigungen sorgen dafür, dass der Fuß hoch­sensibel ist. Er besteht aus Zehen, dem Mittel­fuß und einer Fuß­wurzel. Der Mittel­fuß wiederum setzt sich aus Ballen, Sohle, Ferse, Spann und Rist zusam­men.

Ala­rmierend: Fast 98% der Neugebo­renen kom­men mit gesun­den Füßen zur Welt. Leider haben nur 20% der erwach­senen Deut­schen ab 30 Jahren noch gesunde Füße. Grund genug, sich früh­zeitig mit dem Thema „Fuß“ auseinander­zusetzen. Denn gesun­de und schmerz­freie Füße sind der Spiegel eines gesun­den und gut koor­dinierten Körpers.

Die Füße müssen im Wesent­lichen zwei Anfor­derun­gen erfüllen: Flexibel und stabil sein. Sie müssen flexibel sein, da die Kräfte, die auf sie einwirken, enorm hoch sind – dazu zählen Boden­reaktions­kraft, Beschleu­nigungs- und Brems­kräfte. Die Füße müssen stabil sein, um wie eine Feder agieren zu können. So müssen sie beispiels­weise nach­geben, wenn wir mit dem Fuß landen und sie müssen gewähr­leisten, dass wir uns vom Boden abdrücken können. Bei der Physio­therapie geht es darum, die Gesund­heit der Füße zu erhalten und zu stärken oder wieder­zugewin­nen. Zentral ist dabei die richtige Körper­koordi­nation, insbeson­dere der Körper­mitte. Bei der Verbess­erung der Koordina­tionsfähig­keit spielen gezielte Entspan­nung, Dehnung und Locke­rung eine entschei­dende Rolle. Lesen Sie mehr zum Thema „Gesun­de Füße“ im nächsten Exper­ten-Tipp.

Anschaulicher Vortrag in lockerer Atmosphäre:

Über 30 Interes­sierte infor­mierten sich zum Thema „Rücken­schule“

Am 22. März vermit­telte Physio­therapeut Niklas Krause Wissen und Übun­gen aus der Rücken­schule. Humor­voll gab er Ein­blicke in den Aufbau und die Funktions­weise der mensch­lichen Wirbel­säule und sensibi­lisierte die Anwe­senden für ihre Körper­wahr­nehmung. Das Konzept der Vortrags­reihe geht auf: Die Mischung aus Infor­mation und aktiven Übun­gen kommt bei den Zu­hörern gut an.

Beson­ders hilf­reich: Kon­krete Tipps für den Alltag. Die prak­tische Übung „Becken­uhr“ wird sicherlich jedem Vortrags­besucher im Gedäch­tnis bleiben. Die Zuhörer „testeten“ aktiv die grund­legen­den Bewegungs­möglich­keiten ihres Beckens und erfuhren, wie sie mit dem Becken ihren gesam­ten Rücken bewe­gen können. Wie bei vielen Körper­haltun­gen im Alltag gilt: Wichtig ist es, die Position immer wieder zu verändern. André Possél, Inhaber von „die praxis“, freut sich über den weiter­hin großen Zuspruch seiner Vortrags­reihe. „Es ist ein schö­nes Gefühl, dass sich so viele Men­schen Zeit genom­men haben, um unser Angebot anzu­nehmen, sich mit dem Thema Rücken­gesund­heit auseinander­zusetzen.“, so André Possél.

Alle zwei Monate findet 2017 ein Vortrag im Seminar­raum von „die praxis“ statt. Nächste Refe­rentin wird Kirsten Mihsler aus dem Team von „die praxis“ sein. Die Physio­thera­peutin infor­miert im Mai rund um das Thema „Füße“.

Immer in Bewegung bleiben: Physiotherapeut Niklas Krause (l.) und André Possél (r.), Inhaber von „die praxis“ begrüßen die Zuhörer beim Vortrag zum Thema „Rückenschule“.

Die „neue“ Rückenschule

‚die praxis‘ lädt herzlich ein zum Vortrag

am Mittwoch, 22. März 2017
von 17:30 – 18:30 Uhr

Kaiser-Otto-Platz 19
45276 Essen-Steele
Seminarraum in der 1. Etage
Aufzug vorhanden!

Eintritt frei.

Physio­thera­peut Niklas Krause infor­miert über den eigen­verant­wort­lichen Um­gang mit Rücken und ­Körper­hal­tung: Das „1x1 des rich­tigen Sitzens“, ­effek­tive „5-Minu­ten-Kurz­pro­gramme“ etc. Jeder kann ­etwas für die Stär­kung des eige­nen Rückens tun!

Thema des Monats

Die „neue“ Rückenschule – Teil 2
Niklas Krause, Physiotherapeut in ,die praxis´
Niklas Krause, Physiotherapeut in ,die praxis´

Wie lässt sich Rücken­gesund­heit för­dern?

Die klas­sischen „Diszi­plinen“, die es im Zusam­menhang mit Rücken­gesund­heit zu mei­stern gilt, sind „Sitzen“, „Stehen“ sowie „Heben und Tragen“. Eine alltags­taugliche Rücken­belast­bar­keit ist die beste Voraus­setzung, um Rücken­schmer­zen vorzu­beugen. Die gute Nach­richt: Rücken­gerechtes Ver­halten ist erlern­bar, auch wenn es am Anfang oft schwer fällt. Es lohnt sich, die eigenen Gewohn­heiten zu ändern und den Alltag bewusster zu gestal­ten! Ge­zieltes Training und Wieder­holung sorgen dafür, dass falsche Bewe­gungs­muster durch richtige korrigiert und lang­fristig ersetzt werden können.

„die praxis“ infor­miert im Vor­trag „Die ,neue‘ Rücken­schule“ über den eigen­verant­wortlichen Umgang mit Rücken und Körper­haltung. Niklas Krause, Physiot­herapeut in „die praxis“, ist Experte für Fragen rund um den gesun­den Rücken. Sein Wissen über theore­tische und anato­mische Grund­lagen der Rücken­schule vermittelt er in Kursen. Egal, ob es um das „1x1 des richti­gen Sitzens“ geht (insbeson­dere am Arbeits­platz) oder ein effek­tives „5-Minuten-Kurz­programm“ – Niklas Krause veran­schaulicht durch Übun­gen, was jeder zur Stär­kung des eige­nen Rückens beitragen kann.

Wenn Sie mehr über Rücken­gesund­heit und das Zusam­menspiel von Becken, Wirbel­säule, Becken­boden, Rumpf- und Bauch­musku­latur wissen möchten, besuchen Sie folgende Veran­staltung:
„Die ‚neue' Rücken­schule“, am Mitt­woch, 22. März 2017, 17.30 – 18.30 Uhr, die praxis, Kaiser-Otto-Platz 19,45276 Essen-Steele, Seminar­raum in der 1. Etage (Aufzug vorhanden!)

 

 

Die „neue“ Rückenschule – Teil 1

Rückenschmerzen? Auf die richtigen „Bausteine“ im Behandlungskonzept kommt es an!

Unter Rückens­chule versteht man im Allge­meinen die Hal­tungs- und Be­wegungs­schu­lung zum rücken­freund­lichen Ver­halten im All­tag. Seit der Grün­dung der Rücken­schule in Schweden durch die Physio­thera­peutin Mari­anne Zach­risson-Fors­sell und den Ortho­päden Alf Nachem­son hat sich das Kon­zept der Rücken­schule stetig weiter­ent­wickelt. Zahl­reiche Stu­dien ha­ben ergeben, dass die „alte“ Rücken­schule im Rah­men multi­diszipli­närer Pro­gramme am wirk­samsten ist. Die Neue­rung der heutigen Rücken­schule besteht darin, dass psycho­soziale und ganz­heit­liche Inhalte bewegungs­orien­tierte ergän­zen. Das Rücken­schul­konzept ba­siert in­zwischen auf einem biopsycho­logischen Ansatz: Die Bau­steine „Infor­mation, Aktivität und Entspan­nung“ sind in ein ganz­heit­liches Schu­lungs- und Trainings­programm integ­riert. Patien­ten erlernen sowohl Tech­niken der Körper­wahr­nehmung und Koor­dination als auch Ver­haltens­aspekte. Die stär­kere Aus­richtung aller Aktivi­täten an den indivi­duellen gesund­heit­lichen Ressour­cen des einzel­nen Patien­ten steht im Vorder­grund.

Bei Beschwer­den und Funk­tions- bzw. Aktivitäts­einschrän­kungen kön­nen physio­therapeu­tische Maß­nahmen, die dem Muskel­aufbau und der Stoff­wechsel­anregung dienen, helfen. Wichtig ist zudem, dass der Patient ein verbes­sertes Verständ­nis der Funktions­weise seines Körpers erhält – welche Dysfunk­tionen er hat und welche Ressour­cen ihm zur Verfü­gung stehen. Bei der Physio­therapie geht es darum, die Rücken­gesund­heit wieder­herzu­stellen, sie zu er­halten und zu fördern. Bei vor­handenen Rücken­schmerzen ist eine rasche Reduzierung sinnvoll, um zu verhin­dern, dass diese chro­nisch werden.

Bewe­gungs­mangel und Stress zählen zu den zen­tralen Risiko­faktoren für die Rücken­gesund­heit. Ent­span­nende und körper­lich-sportl­iche Aktivi­täten sorgen für den Erhalt bzw. die Wieder­herstel­lung der physi­schen und psycho­sozialen Gesund­heit. Lesen Sie mehr zum Thema „Rücken­gesund­heit“ im nächsten Exper­ten-Tipp.

 

Bewegter Vortrag in entspannter Atmosphäre:

Über 40 Interes­sierte infor­mier­ten sich zum Thema Sturz­prophy­laxe

Am 25. Januar 2017 nahm Refe­rentin Daniela Alt­mann über 40 Interes­sierte mit auf eine „Bewe­gungs­expe­dition“. Während ihres Vortrags zum Thema „Sturz­prophy­laxe“ gab es auch die Möglich­keit zur Bewe­gung, die im Sitzen zu bewäl­tigen war, aber für Arme und Beine trotz­dem jede Menge Beweg­lichkeit erfor­derte. Mit einem humor­vollen Blick klärte die Physio­thera­peutin über die Ur­sachen und Risi­ken von Stür­zen im Alter auf.

Beson­ders wert­voll: Kon­krete Tipps für den All­tag. Ob es da­rum geht, sich nachts die Zeit zu nehmen, in Ruhe das Licht anzu­machen und die Bril­le auf­zusetzen, bevor man sich auf den Weg zum nächt­lichen Toilet­tengang begibt oder um die „Neu­planung“ von Ampel-Routen auf dem Weg zum Ein­kaufen. Oft sind es Kleinig­keiten, die Zeit­druck und Ge­fahren, zu stürzen, mindern können.

André Possél, Inhaber von „die praxis“, freut sich über den großen Zuspruch bei der Auftakt­veran­staltung der ganz­jährigen Vortrags­reihe. „Ich bin beein­druckt, mit wieviel Inte­resse und Fragen die Anwe­senden Daniela Alt­mann begeg­net sind“, so Possél. Alle zwei Monate findet 2017 ein Vor­trag im Seminar­raum von „die praxis“ statt. Nächster Refe­rent wird Niklas Krause aus dem Team von „die praxis“ sein. Der Physio­therapeut infor­miert im März rund um das Thema „Rücken­schule“.

 

Entspannt-bewegt: Physio­therapeutin Daniela Altmann begeis­tert ihre Zu­hörer beim Vor­trag zum The­ma „Sturz­prophy­laxe“.

Sturzprophylaxe im Alter

‚die praxis‘ lädt herzlich ein zum Vortrag

am Mittwoch, 25. Januar 2017
von 15:15 – 16:00 Uhr

Kaiser-Otto-Platz 19
45276 Essen-Steele
Seminarraum in der 1. Etage
Aufzug vorhanden!

Eintritt frei.

Physio­therapeutin Daniela Altmann informiert über Um­stände, die zu Stol­pern und Stür­zen ­führen können. Sie vermit­telt Strate­gien und Übun­gen, wie sich Stürze und sturz­bedingte ­Ver­let­zungen vermei­den bzw. re­du­zieren lassen.

Thema des Monats

Sturzprophylaxe im Alter – Teil 2
Daniela Altmann, Physiotherapeutin in ,die praxis´
Daniela Altmann, Physiotherapeutin in ,die praxis´

Im Alter zu Fuß sicher unterwegs – wie lässt sich das Gleichgewicht fördern?

Bei Gleich­gewichts­proble­men, Hüft- oder Knie-Opera­tionen, all­gemei­ner Muskel­schwäche, Insta­bilität oder Angst vor dem Fal­len/Stür­zen ist die Be­schäf­tigung mit dem Thema Sturz­prophy­laxe sinnvoll. Beson­ders sturz­gefähr­det sind Perso­nen mit einer ein­geschränkten Senso­motorik, wie z. B. Men­schen mit Mor­bus Par­kinson, Poly­neuro­pathie, Multi­ple Sklerose, Schlag­anfall, Schwin­del und Seh­störun­gen. Die Ein­nahme von be­stimm­ten Medika­menten kann das Risiko zu stürzen erhöhen. Mangelnde Bewe­gungs­koor­dination und das Nach­lassen der Reaktions­fähigkeit sind oft Ur­sachen für Stür­ze im zu­nehmen­den Alter.

Strate­gien, um Stürze und sturz­bedingte Verlet­zungen zu redu­zieren, sind erlern­bar. ,die praxis´ infor­miert im Vor­trag „Sturz­prophyl­axe im Alter“ über sinn­volle Bewegungs­interven­tionen und kon­krete Hand­lungs­strate­gien. Sturz­prophy­laxe fördert die Balance, trainiert die Be­wegungs­sicherheit und führt zu mehr Sicher­heit im All­tag. Auch der Einsatz von Hilfs­mitteln kann dazu bei­tragen, die Mobi­lität möglichst lange zu erhalten.

Im Rahmen der Sturz­prophy­laxe leitet Daniela Altmann Übungen für mehr Kraft und Koor­dinations­vermögen an. Durch gezielte Trainings­einheiten und Bewegungs­spiele können die Patien­ten ihre Be­lastungsf­ähigkeit und Aus­dauer erhöhen. Eine all­gemeine Wahr­nehmungs­schulung kann zu­dem situations­gerechtes Ver­halten verbessern.

Wenn Sie mehr über Gleich­gewichts­training, auf­rechten Stand und Kraft­training im Dienst der Sturz­prophy­laxe wissen möchten, besuchen Sie folgen­de Veran­staltung: „Sturz­prophy­laxe im Alter“, am Mitt­woch, 25. Januar 2017, 15.15 – 16.00 Uhr, die praxis, Kaiser-Otto-Platz 19,45276 Essen-Steele, Seminar­raum in der 1. Etage (Aufzug vorhanden!)

Sturzprophylaxe im Alter

Geraten Sie manchmal ins Stolpern?

In Deutsch­land stürzen im Durch­schnitt ca. 30% der über 65-Jähri­gen einmal pro Jahr. Oft ent­steht bei den Be­trof­fenen nach einem Sturz Angst vor Bewe­gung und sie redu­zieren diese zukün­ftig auf ein Mindest­maß. Gerade durch eine vermin­derte Bewe­gung kommt es zu einem allge­meinen Abbau der körper­lichen Konsti­tution, der die Anfäl­ligkeit für Stürze wiede­rum erhöht. Für Hilfe sorgt eine Sturz­prophy­laxe: Ein speziel­les, individuell abge­stimmtes Trai­ning in einer physio­thera­peutischen Praxis kann dazu bei­tragen, wieder mehr Sicher­heit im Alltag zu gewin­nen und Stür­ze zu vermin­dern bzw. diesen vorzu­beugen.

Auf­grund physio­logischer und krank­heits­spezifischer Pro­zesse nehmen mit erhöhtem Alter einige physische und kog­nitive Lei­stungen ab, wie zum Beispiel die Muskel­kraft, die Sinne (Seh- und Hör­ver­mögen), schnel­les Rea­gieren, die Koor­dination und das Gleich­gewicht. Da­durch wird es für ältere Men­schen immer schwie­riger, in bestimmten Situa­tionen schnell und ange­messen zu agieren und zu rea­gieren. Umso wichtiger wird es, aktiv zu werden um unter Anlei­tung konkrete und bewährte Hand­lungs­strategien zu er­lernen: Bewegungs­interven­tionen sind ein ein­facher und wirk­samer Ansatz – das Risiko eines Sturzes lässt sich bis zu 50% ver­kleinern! Durch ge­zielte Gleich­gewichts- und Kraft­übungen wird Stand­festig­keit trainiert.

Zu den Zie­len der Sturz­prävention zählt ins­beson­dere die Verbes­serung von Gleich­gewicht, Koor­dination, Reaktionsf­ähigkeit und Kraft. Eine Schu­lung der eigenen Wahr­nehmung und Korrek­turen von Hal­tung und Gang­muster gehören auch dazu.

Inkontinenz – Teil 3

Bodybuilding für den Beckenboden

Nahezu jeder fünfte Mann wird irgend­wann im Leben mit dem Thema Inkon­tinenz konfron­tiert. Harn-, Luft- und Stuhl­inkontinenz verursachen nicht nur körper­liche, sondern oft auch psycho­soziale Probleme. In vielen Fällen ist Inkonti­nenz einfach zu behandeln, wenn die Betrof­fenen frühzeitig fach­kundige Hilfe suchen.

Eine un­gesunde Haltung, Über­gewicht und über­mäßig langes Sitzen setzen dem männ­lichen Becken­boden mit der Zeit zu. Neben Bewegungs­mangel und belasten­dem Bücken oder Heben im Alltag kann auch eine Lage­verän­derung der Bauch­organe Ursache von Inkon­tinenz sein.  Kraft­defizite in der Becken­boden-, Bauch- und Rücken­muskulatur können ebenso Grün­de sein wie eine Dauer­belastung durch chron­ische Atem­wegser­krankungen (Husten­attacken) oder chro­nische Ver­stopfung. Im Rah­men einer physio­therapeu­tischen Behand­lung gibt es viele Mög­lich­keiten, den Becken­boden zu stärken. Die wenigsten Men­schen haben ein Bewuss­tsein für ihren Becken­boden. Fach­kundig angelei­tete Übungen helfen, die Musku­latur gezielter wahr­zunehmen und zu trai­nieren. Sobald sich das Gespür für die Becken­boden­musku­latur ent­wickelt hat, fällt körper­liches Training im Bereich der Bauch- und Rücken­musku­latur leichter.

Bei vielen Män­nern bedarf es erst der  Erkran­kung der Prostata, um des eigenen Becken­bodens gewahr zu werden. Post­operative Beschwer­den nach einer Prosta­ta-Erkrankung können eine Harn­inkon­tinenz zur Folge haben. Beim Tragen schwerer Lasten, Lachen oder Husten  entsteht kurz­fristig ein übergroßer Druck im Bauch­raum, der bei  einer geschwächten Becken­boden-Mus­kulatur zu einer soge­nannten Belastungs­inkontinenz führen kann. Unfrei­williger Urin­abgang lässt sich beein­flussen. Der äußere Blasen­schließ­muskel kann die Funktion des inneren Schließ­muskels ersetzen bzw. ergänzen. Dazu muss die Mus­kulatur des Becken­bodens aus­reichend trainiert werden. Bei manchen Män­nern behebt Becken­boden-Training schon nach kurzer Zeit die Inkon­tinenz; jedoch kann bei Kompli­kationen auch ein länger­fristiger Trainings­bedarf not­wendig sein. Ent­scheidend ist jedoch immer, wie oft man trai­niert. Dies kann für Außen­stehende ganz unbemerkt geschehen - zum Beispiel morgens beim Zähne­putzen oder Warten an der Bus­halte­stelle.

Becken­boden­training kann auch durch Bio­feedback unter­stützt werden. Dabei misst ein Gerät die je­weilige Muskel­anspan­nung und teilt sie dem Patien­ten über eine Leucht­anzeige oder ein Signal mit. Egal, für welche Methode man sich ent­scheidet – Inkon­tinenz kann Mann aktiv begegnen!

Inkontinenz – Teil 2

Den Beckenboden stärken – selbst ist die Frau!

Fast jede zweite Frau wird irgend­wann in ihrem Leben mit dem Thema Inkon­tinenz kon­fron­tiert. Wenn Blase oder Darm „schwächeln“, ist dies meist mit hohem Leidens­druck ver­bunden und die Lebens­qualität wird em­pfindlich ein­geschränkt. Im Rahmen einer Physio­therapie gibt es viele Möglich­keiten, wie Frauen ihre Becken­boden-Musku­latur stär­ken kön­nen. Ver­gleicht man den men­schlichen Körper mit einem Haus, kann man den Becken­boden als „Funda­ment“ bezeichnen – seine Schwächung führt unwei­gerlich zu Pro­blemen in den da­rüber liegen­den „Etagen“. Beispiels­weise kön­nen auch Band­scheiben­beschwerden im Lenden­bereich durch die Akti­vierung des Becken­bodens behan­delt werden. Den Becken­boden sieht und spürt man nicht, doch die Muskeln des Becken­bodens kann man will­kürlich bewegen. Man kann sie anspan­nen und wieder locker lassen – wie die Mus­keln in Ar­men oder Bei­nen. Den Becken­boden sollte man gezielt trai­nieren, denn er spielt eine im wahr­sten Sinn tragen­de Rolle. Seine Mus­keln er­strecken sich wie eine Art Muskel­platte vom Scham­bein bis zum Gesäß. Durch­brochen wird diese Muskel­platte von den Körper­ausgängen für den End­darm und die Harn­röhre sowie die Scheide. Der Becken­boden schließt den Bauch­raum nach unten ab und trägt die in­neren Organe des Bauch- und Becken­raums. Dazu gehören zum Beispiel der Darm, die Harn­blase und die Gebär­mutter. Auf dem Becken­boden lastet im­mer ein gewisser Druck – diesem kann nur ein sta­biler Becken­boden stand­halten.

Ab­gesehen von seiner tragen­den Rol­le hat der Becken­boden noch eine weitere wichtige Funk­tion: Beim Wasser­lassen öffnet und schließt er die Harn­röhre. Damit dieser Ver­schluss auch wirk­lich sicher ist und nicht zum Bei­spiel beim Lachen, Husten oder Pres­sen un­dicht wird, muss der Becken­boden kräftig sein. Ein schwacher Becken­boden kann zu verschie­denen Folgen führen: gehäuft auf­tretende Blasen­entzün­dungen, sehr häufiger Harn­drang bei nur klei­nen Ent­leerungs­mengen, Urin­verlust etc.

Oft lässt sich Inkon­tinenz einfach behan­deln, wenn Be­troffene früh­zeitig fach­kundige Hilfe suchen. Aus­löser für Inkon­tinenz können u.a. Binde­gewebs­schwäche, Gebur­ten, Unter­leibs­ope­rationen oder die hormo­nelle Um­stellung in den Wechsel­jahren sein. Mit ein­fachen Übun­gen kön­nen Frauen ihren Becken­boden trai­nieren und so Inkon­tinenz – auch während der Schwanger­schaft oder nach der Geburt – ent­gegen­wirken. Frauen mit einem Kinder­wunsch sollten Becken­boden-Übun­gen am besten schon vor – oder zumin­dest während – der Schwanger­schaft aus­führen. So kön­nen sie ver­hindern, dass es über­haupt erst zu einer Belas­tungs-Harn­inkontinenz kommt. Übrigens: Auch in hohem Alter zeigt geziel­tes Becken­boden-Trai­ning Wirkung!

Inkontinenz – Teil 1

Haben Sie Angst vor Niesen, Husten und Lachen?

Fast jede zweite Frau und nahezu jeder fünfte Mann in Deutsch­land werden irgend­wann im Leben mit dem Thema Inkon­tinenz kon­fron­tiert. Fälsch­licher Weise wird diese Erkran­kung oft als „Alters- oder Frauen­krank­heit“ be­zeich­net. Richtig ist aber: Inkon­tinenz kann in je­dem Alter auf­treten und Frauen, Män­ner und auch Kinder betref­fen.

Wenn Blase oder Darm „schwächeln“ ist dies meist mit ho­hem Leidens­druck verbun­den und die Lebens­qualität wird empfind­lich ein­ge­schränkt. Da das Thema oft mit Scham besetzt ist und es für Be­trof­fene schwierig sein kann, über ihr Pro­blem zu sprechen und Hilfe zu suchen, fehlt vie­len Men­schen aus­reichen­des Hinter­grund­wissen zu diesem Thema. Aus diesem Grund in­for­mieren wir Sie in den nächsten beiden Exper­ten-Tipps explizit zu Mög­lich­keiten der Physio­therapie, den Becken­boden bei Frauen und Män­nern zu stär­ken. In vielen Fäl­len ist Inkon­tinenz einfach zu behan­deln, wenn die Betrof­fenen früh­zeitig fach­kundige Hil­fe suchen. Harn-, Luft- und Stuhl­inkon­tinenz verur­sachen nicht nur körper­liche, son­dern oft auch psycho­soziale Pro­bleme. Im Rah­men einer physio­thera­peu­tischen Behand­lung kön­nen Frauen und Män­ner lernen, sich mit ihrer Situ­ation aus­ein­ander­zusetzen und eigen­verant­wortlich ein geziel­tes körper­liches Trai­ning durch­zuführen.

Sollten Sie fol­gende Symp­tome an sich beob­achten, kann es sinn­voll sein, sich an einen Physio­thera­peuten zu wenden: Urin­verlust, ein Gefühl von „Schwere“ oder „Zug nach unten“ im Bauch, sehr häufiger Harn­drang bei nur klei­nen Ent­leerungs­mengen, un­kontrol­lierter Austritt von Luft (Flatu­lenzen), gehäuft auf­treten­de Blasen­entzün­dungen. Die Be­trof­fenen werden in der physio­thera­peu­tischen Praxis indi­viduell beraten und infor­miert über Lage und Funk­tion des Becken­bodens, die Funk­tion von Blase und Darm sowie die Zwerch­fell- und Becken­boden­koor­dination und die Bezie­hung von Hal­tung und Becken­boden­dynamik. Zudem werden gemein­sam geeig­nete Maß­nahmen für „drän­gende“ Situa­tionen im All­tag erar­beitet.

Im prak­tischen Teil geht es darum, die Wahr­nehmungs­fähigkeit für Becken­boden, Atmung und Haltung zu ver­bes­sern. Mit geziel­ten Übun­gen wird die Becken­boden­musku­latur ge­kräftigt – dabei können auch ver­schie­dene Hilfs­mittel zum Ein­satz kommen. Lesen Sie mehr zum Thema „Inkon­tinenz“ in den folgen­den Exper­ten-Tipps.

 

Ihr craniosacraler Rhythmus

Wissen Sie, ob Ihr craniosacraler Rhythmus im Takt ist?

Die Cranio­sacrale Thera­pie ist eine körper­orien­tierte, manu­elle Behand­lungs­form. Sie hat sich in der ersten Hälfte des 20. Jahr­hun­derts in den USA aus der Osteo­pathie ent­wickelt. 1892 grün­dete Andres Taylor Still die welt­weit erste Schule für Osteo­pathie. Einer seiner Schü­ler, Wil­liam Garner Suther­land, erwei­terte in den 1930er Jahren die Osteo­pathie um den cranio-sakralen Bereich. Die Cranio­sacrale Thera­pie basiert auf der Arbeit mit dem cranio­sacralen Rhyth­mus, der sich im feinen Pul­sieren der Gehirn- und Rücken­marks­flüssig­keit zeigt. Diese Flüssig­keit nährt, bewegt und schützt unser Nerven­system – vom Schädel (Cranium) bis zum Kreuz­bein (Os Sacrum). Der cranio­sacrale Rhyth­mus breitet sich über das Binde­gewebe im ganzen Kör­per aus, daher kann man ihn überall ertasten und - dif­ferential­diagnos­tisch betrach­tet - mögliche Stö­rungen fest­stellen.

Ein Thera­peut, der cranio­sacral arbeitet, ertastet die Ampli­tude (Schwingungen), Sym­metrie und Stärke des Rhythmus. Er kann dadurch die Quali­tät der rhyth­mischen Bewe­gungen er­spüren und sie unter­stützen und harmo­nisieren. Auf diesem Weg können sich Verspan­nungen, Schmer­zen oder Bewe­gungsein­schränkungen im Bereich des Kopfes lösen. Das Immun­system wird insgesamt gestärkt und die Vital­funk­tionen des Kör­pers (Atem- und Herzrhythmus) können sich stabi­lisieren. Die cranio­sacrale Methode ist ganz­heitlich aus­gerichtet und er­fordert größte Sorg­falt – auf körper­licher, emo­ionaler und psychischer Ebene. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch über Selbst­heilungs­kräfte verfügt, die ak­tiviert werden kön­nen. Eine acht­same und respekt­volle sprach­liche Be­gleitung der manu­ellen Behand­lung unter­stützt die Selbst­wahr­nehmung der Patienten und kann auch emo­tionalen Pro­zes­sen Raum geben und zu­gleich Halt bieten.

Craniomandibulären Dysfunktionen

CMD – was tun, wenn der Kiefer schmerzt?

Der Begriff „Cranio­mandi­buläre Dys­funktion“ (CMD) bezeich­net eine Viel­zahl unter­schied­licher Symp­tome und Funktions­stö­rungen, die die Kiefer­gelenke und die Kau­mus­kulatur betref­fen und das Ge­webe, das mit ihnen ver­bunden ist.

CMD kann sich auf viel­fältige Wei­se äußern: Oft treten Schmer­zen auf beim Beißen, Kauen, Schlucken und Sprechen. Gelenk­geräusche wie leich­tes Klicken bis hin zu lau­tem Knacken kön­nen beim Öffnen und Schließen des Mun­des entstehen. Auch Be­wegungs­einschrän­kungen kön­nen eine Folge sein. Ohren­schmerzen, Ver­span­nungen der Kau­mus­kulatur und Knirschen und Pres­sen im Zahn­bereich gehören ebenfalls zu möglichen CMD-Aus­wirkun­gen. In der Regel fertigt der be­han­delnde Zahn­arzt für den Patien­ten eine Auf­biss­schiene an, um das Kiefer­gelenk zu mobi­lisieren. Eine physio­thera­peu­tische Behand­lungs­beglei­tung ist für eine opti­male Kor­rektur der Kiefer­stellung dabei em­pfehlens­wert. Häufig tre­ten bei CMD auch Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Ohr­geräusche und Nacken­beschwer­den auf. Oft wissen Patien­ten mit diesen Be­schwer­den nicht, dass ihre Schmer­zen auf einen "fal­schen Biss" zurück­gehen können.

Menschen aller Alters­gruppen kön­nen von CMD betrof­fen sein – vom Kind bis zu Per­sonen in hohem Alter. Die Diag­nose CMD stellt der behan­delnde Zahn­arzt oder Kiefer­orthopä­de – er kann eine Veror­dnung für Manu­elle Thera­pie und/oder Kranken­gymnastik bei einem Physio­therapeuten aus­stellen. Die Ursachen für CMD las­sen sich in drei Bereiche unter­teilen: 1. Verän­derungen in der Ver­zahnung, des Bisses und Kiefer­skeletts (Okklusal-anatomisch). 2. Verän­derun­gen von Gelenken, Muskeln und Nerven (Muskulo-skelettal). 3. Stress­faktoren in verschie­denen Lebens­bereichen (Psychosozial). Physio­thera­peuten unter­suchen bei der CMD-Behand­lung vor­wiegend die Funktions­weise von Muskeln und Gelen­ken sowie den Aufbiss – die aktiven und pas­siven Bewe­gungen des Kiefer­gelenks werden viel­fältig ana­lysiert. Die indivi­duell aus­gerichtete Therapie kann sowohl pas­sive Techniken um­fassen als auch aktive thera­peutische Übun­gen be­inhalten, die die Patienten auch zu Hause ergänzend aus­üben kön­nen.

Osteopathie

Was ist das und wie funktioniert sie?

Die Osteo­pathie (griech. Osteon: Knochen, pathos: Leiden) ist eine Natur­medizin, die der amerika­nische Arzt Andrew Taylor Still ent­wickelt hat. Sie wird seit mehr als 140 Jahren erfolg­reich prakti­ziert. Die osteo­pathische Medizin verfolgt einen ganz­heit­lichen An­satz und setzt bei den Selbst­heilungs­kräften des Men­schen an, d.h. sie geht davon aus, dass der Kör­per selbst in der Lage ist sich zu regulieren, voraus­gesetzt alle Struk­turen sind gut beweg­lich und somit auch gut ver­sorgt.

Wird die Bewe­gungs­mög­lich­keit einzel­ner Körper­strukturen ein­geschränkt, be­einträch­tigt dies ihre ge­sunde Funk­tion. Im Laufe von Mona­ten oder auch Jahren kön­nen sich so gan­ze Spannungs­ketten im Körper bilden. Der Orga­nismus reagiert auf Verän­derungen oft über einen län­geren Zeit­raum mit An­passung und Kompen­sation. Ist jedoch keine an­gemes­sene und aus­reichende Regu­lierung mehr möglich, können Krank­heiten entstehen. Die Fol­ge können Schmer­zen, Bewe­gungs- und Funk­tions­störun­gen sein.

Ein Osteo­path arbeitet aus­schließlich mit sei­nen Hän­den, um die Ur­sachen von Schmer­zen und funktio­nellen Stö­rungen auf­zuspüren und zu behan­deln. Er ertastet Schicht für Schicht Span­nungs­muster und Be­wegungs­einschrän­kungen, die durch spe­zielle Tech­niken behan­delt werden. Ziel ist es, die Körper­funk­tionen wieder in ein Gleich­gewicht zu brin­gen – in die soge­nannte Homö­ostase. Zur Osteo­pathie gehören drei Be­hand­lungs­säulen:

Die Be­hand­lung des Be­wegungs­apparates (parietale Osteo­pathie), die Behand­lung der inneren Organe (viscerale Osteo­pathie) sowie die Behand­lung von Schä­del, Rücken­mark und Nerven­system (kraniosacrale Osteo­pathie).
Eine osteo­pathische Behand­lung kann daher sowohl  bei Gelenk­problemen der Wirbel­säule und Extremi­täten sinn­voll sein als auch bei Stör­ungen des Verdau­ungs- und Au­sscheidungs­systems sowie Kopf­schmerzen, Migräne, Schwin­del und Tini­tus.

Akute Ent­zündun­gen, In­fektions- und Tumor­erkran­kungen hin­gegen ge­hören zur Ab­klärung in die Hand eines Schul­medi­ziners.

Kinesio-Taping

Wer kennt sie nicht, die bunten Bänder – wie wirken sie, die elastischen Klebestreifen?

Kinesio-Taping ist eine Methode zur Behand­lung von Be­einträch­tigungen des Bewegungs­appa­rates und Lin­derung von Schmer­zen. Im Gegen­satz zu tradi­tionel­len Tap­ing-Tech­niken kom­men beim Kinesio-Taping elas­tische Tapes zum Einsatz. Die Tapes weisen eine ähn­liche Dicke auf wie die äußerste Schicht der mensch­lichen Haut. Sie lassen sich zwischen 30 und 40 Pro­zent über ihre Aus­gangs­länge hinaus dehnen - somit schrän­ken sie die Beweg­lichkeit des behan­delten Gelenks oder Muskels nicht ein. Die Pflaster­streifen sind atmungs­aktiv und haut­verträg­lich.

Ent­wickelt wurden die elas­tischen Tapes vom japa­nischen Arzt und Chiro­praktiker Dr. Kenzo Kase in den 1970er Jahren. Er erklärt ihre Wirkungs­weise mit der Bil­dung von „convolutions“ (Fal­tungen) auf der behan­delten Stelle, die dafür sorgen, dass mehr Platz zwischen Muskel und Haut entsteht. Dieser Platz soll den Stoff­wechsel erhöhen und auch für einen gestei­gerten lym­phatischen Abfluss sorgen.

Ein Haupt­aspekt der, der Kinesio-Taping Methode zu­geschrie­ben wird, ist die Schmerz­linderung. Eine gezielte Stimu­lation des neuro­muskulären Systems über die Haut ermög­licht eine Verän­derung der Muskel­spannung – sie kann sowohl redu­ziert als auch erhöht werden – je nach Plat­zierung des Tapes. Eben­falls kann eine Kor­rektur der Aus­richtung von Gelenken erfolgen.

Kinesio-Taping kann bei nahezu allen Mus­keln und Gelen­ken in der physio­thera­peu­tischen Praxis an­gewendet werden. Es wird sowohl bei Hand-, Ellen­bogen-, Schulter- sowie Fuß- und Knie­schmerzen ein­gesetzt als auch bei Wirbel­säulen­beschwerden. Bei akuten Ver­let­zungen können beson­dere Anlage­techniken des Tapes den lympha­tischen Rück­fluss positiv beein­flussen.

Ein großer Vorteil – das Kinesio-Taping kann die Wir­kung einer physio­thera­peutischen Behand­lung opti­mal er­gänzen und ver­längern.

„Muskelkater“

Wie entsteht er, wie kann man ihn vermeiden?

Die Gründe für die Ent­stehung von Muskel­kater sind um­strit­ten. Über­holt ist aber de­finitiv die Vor­stel­lung, dass eine über­mäßige Milch­säure­bil­dung in der Mus­kula­tur ver­ant­wort­lich für den Muskel­kater ist.

Heute geht man davon aus, dass Muskel­kater durch feine Ris­se in Muskel­fasern ent­steht.
Haupt­säch­lich zwei Fak­toren füh­ren zu den mikros­kopisch klei­nen Ver­let­zungen: Un­gewohn­te Be­we­gungs­ab­läufe und eine zu hohe Be­las­tungs­inten­sität für den je­wei­ligen Trai­nings­zu­stand des Sport­trei­ben­den. Da­durch kann es zu einem Ver­lust der intra- und inter­musku­lären Ko­or­dina­tion kom­men, d. h. das Zusam­menspiel inner­halb eines Mus­kels oder das Zusam­men­spiel mehr­erer Mus­keln unter­ein­ander kann be­ein­trächtigt wer­den. Die so ent­stehen­den un­koordi­nierten Muskel­anspan­nungen füh­ren zu den „Mikro­trauma­tisierungen“ im Muskel­gewebe. Diese haben das Ent­stehen kleiner Öde­me im Mus­kel zur Fol­ge (Wasser­bildung auf Basis einer Ver­letzung). Es kommt zum Aus­tritt von schmerz­auslö­senden Sub­stanzen in den Raum zwischen den Muskel­fasern, die als Fol­ge zu einer schmerz­haften reflek­torischen Ver­span­nung des betrof­fenen Mus­kels führen. Die Muskel­schmer­zen machen sich ca. zwölf Stun­den nach der Belas­tung bemerk­bar und sind meist nach zwei bis drei Tagen "verstoff­wechselt".

Um die Symp­tome des Muskel­katers zu lin­dern, bie­ten sich fol­gen­de Maß­nahmen an: War­me Bä­der, leichte Mas­sagen, sowie leichte ak­tive Muskel­arbeit z.B. durch Aus­laufen oder an­dere lang­same Bewe­gungen. Diese Maß­nahmen för­dern und be­schleu­nigen den Stoff­wechsel und so­mit den Ab­trans­port von Ab­bau­pro­zessen im Muskel­gewebe. Ein zu­sätz­liches dy­na­misches Deh­nen kann die Rege­nerations­fähig­keit noch weiter fördern. Eben­falls wichtig: Dem Kör­per Flüs­sigkeit und Mineral­stoffe zu­führen!

Am besten ist es natür­lich, Muskel­kater erst gar nicht ent­stehen zu las­sen: Man kann ihm durch ein regel­mäßiges Trai­ning und einen lang­samen und adäqua­ten Trainings­aufbau – z.B. nach der Winter­pause – vor­beugen. Wer erst­malig mit einer Sport­art begin­nen möchte, sollte zu­nächst Bauch- und Rücken­musku­latur trai­nieren oder Wal­ken und die Be­lastungs­inten­sität und -dauer an­gepasst stei­gern.

Outdoorsport

Starten Sie beim Joggen mit physiotherapeutischen Übungen fit in den Frühling

Die zunehmend wär­meren Tempe­raturen laden ver­mehrt zu Out­door­sport­arten im Aus­dauer­bereich wie Wal­ken und Jog­gen ein. Ge­eig­netes Schuh­werk und eine dosier­te Belas­tung sind wichtig, damit der Kör­per keinen Scha­den nim­mt. Lauf­schuhe sollten bei­spiels­weise nicht älter als ein Jahr sein bzw. mehr als 1.000 km zurückgelegt haben, da sich ihre Dämpf­ungseigen­schaften ver­ändern.  Puls­uhren kön­nen nützliche Trainings­partner sein, wenn es um die Be­achtung der an­gemes­senen Herz-Kreis­lauf-Be­las­tung geht.

Um den Kör­per wieder lang­sam an mehr Be­wegung zu ge­wöhnen, ist eine gute Vor­berei­tung not­wendig: Die Muskel­grup­pen der Füße, Wa­den, Ober­schenkel und des Beckens soll­ten vor­berei­tend ge­dehnt werden. Zu Be­ginn bieten sich dyna­mische und akti­vieren­de Dehnun­gen zum Span­nungs­aufbau an; zum Ende des Lau­fens sor­gen lang­same Dehnungs­übungen zur Ver­besse­rung der Durch­blutung und des Stoff­wech­sels.

Bei den ersten Fitness­ein­heiten sollte nicht „über­trieben“ werden. Nach einer Trainings­pause gilt es Ver­letzungen vorzu­beugen – Knochen, Gelen­ke, Sehnen und Bän­der benö­tigen über mehrere Wo­chen ein Auf­bau-Trai­ning, um eine wach­sende Lauf­belastung zu to­lerieren! Bei erhöhter Belas­tung können Zer­rungen ebenso auf­treten wie Knochen­haut­reizungen am Schien­bein und „Er­müdungs­brüche“ im Mittel­fuß­bereich. Ansatz­reiz­ungen von Seh­nen (Patella­sehne, Achilles­sehne) kön­nen zu schmerz­haften Sig­nalen füh­ren, die einen chro­nischen Ver­lauf neh­men kön­nen, wenn sie nicht behan­delt werden. Geeig­nete physio­therapeu­tische Maß­nahmen – als Prophy­laxe und Pfle­ge der zu belas­tenden Struk­turen oder bei Verlet­zungen – sind Deh­nungen, Kräftigungs­übungen, der Aufbau bzw. die Stabi­lisation der Rumpf­musku­latur und Mas­sagen.

Was sind Faszien?

Welche Rolle spielen sie in der modernen Physiotherapie?

Der Begriff "fascia" stammt aus dem Latei­nischen und bedeu­tet so viel wie "Verbund, Bündel, Verbin­den". Unter Faszien versteht man ein Bündel von ein­zelnen Fasern, die zusam­men das Binde­gewebe in un­serem Kör­per aus­machen. Das durch­sichtige Ge­webe durch­dringt unvseren ganzen Körper wie ein gigan­tisches Netz und gibt ihm seine Form – oft wird der Ver­gleich mit einem „inne­ren Spider­man-Anzug“ ge­zogen.

In den Fas­zien befinden sich Rezep­toren und Nerven­zellen, die Schmer­zen wahr­nehmen und Infor­matio­nen über Bewe­gungen und Organ­funk­tionen an unser Gehirn senden. Sind die Fas­zien gesund, liegen sie in geord­neter Struktur und halten un­seren Körper inner­lich zusam­men. Sie über­tragen die Kraft der Mus­keln. Sind die Fas­zien jedoch ver­klebt und verhär­tet können Schmer­zen und Un­beweg­lichkeit die Folge sein. Ist der Pro­zess noch nicht zu weit fort­geschrit­ten, können Physio­thera­peuten die Ver­klebun­gen oft noch lösen.

„Wenn man mit den Faszien arbeitet, behan­delt man die Zweig­stellen des Gehirns. Nach all­gemei­nen Ge­schäft­sregeln haben Zweig­stellen gewöhn­lich die gleichen Eigen­schaften wie deren Zen­trale. Warum sollte man also die Fas­zien nicht mit dem glei­chen Maß an Re­spekt be­han­deln wie das Gehirn selbst?“ (Still, 1899)

Um das Netz der Fas­zien wie­der zu struk­turieren und das G­webe elas­tisch zu machen, hel­fen Physio­thera­peuten mit ma­nuel­len Thera­pien (Thera­pien, die mit der Hand aus­geführt werden). Ge­ziel­te Be­we­gungs­thera­pien und Deh­nungs­übungen kön­nen Schmer­zen lin­dern, ohne dass Medi­kamen­te oder ope­rative Ein­grif­fe erfor­derlich sind.

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